Inflation / Deflation

Gerade zu Zeiten der Finanzkrise ist häufig von Inflation und zunehmend auch von Deflation die Rede. Doch was verbirgt sich hinter diesen häufig als Schreckgespenster bezeichneten Fachbegriffen?

Inflation

Unter Inflation versteht man die Geldentwertung. Das Wort stammt vom lateinischen Begriff für „sich-aufblasen“. Bei einer normalen wirtschaftlichen Entwicklung ist eine geringe Inflation normal. Eine solche geringe Inflation (zwischen 0 und 5 Prozent) ist nachfragefördernd, da die Leute investieren, um den Wertverlust des Geldes aufzufangen. Schwere Inflation jedoch stellt eine Gefahr für die Wirtschaft dar. Das Geld verliert schneller an Wert, als andere Produkte. Schuldner profitieren davon, da ihre Schulden einen geringeren Wert erhalten als das dafür bezahlte Gut. In wirtschaftlich schlechten Zeiten, kann es zu einer Hyperinflation kommen, die den Wert des Geldes nahezu komplett vernichtet.

Deflation

Als Deflation wird der allgemeine Rückgang des Preisniveaus bei Waren und Dienstleistungen bezeichnet. Was sich zunächst als äußerst positiv – gerade aus Sicht der Verbraucher – anhört, hat jedoch für die wenigsten ausschließlich Vorteile. Zunächst einmal werden im Gegensatz zur Inflation die Schuldner benachteiligt. Da das Geld mehr wert ist, als zu dem Zeitpunkt der Aufnahme, das aber dafür gekaufte Gut, ob Ware oder Dienstleistung, weniger Wert ist, hat er ein schlechtes Geschäft gemacht und zahlt teilweise ordentlich drauf.

Zudem birgt die Deflation weitere Risiken. So wird bei einer dauerhaften Deflation eine Spirale erzeugt. Die Konsumenten sehen, dass die Preise fallen und halten deswegen neue Anschaffungen so weit wie möglich zurück. Die Nachfrage sinkt also trotz fallender Preise weiter. Daraufhin geht die Produktion noch mehr zurück und auch die Preise fallen weiter. So ergibt sich aus einer anhaltenden Deflation eine Gefahr für Arbeitsplätze. Heutzutage geht man jedoch davon aus, dass es eine derartige Deflation aufgrund der Arbeit der Zentralbanken nicht mehr geben kann.